Die fetten Jahre 1978 - 1988
Marek wurde in dem kleinen ostpolnischen Ort Ostrowiec Swietokrzynski Pomorski als Sohn einer Fleischereifachverkäuferin und eines Holzfällers geboren.
Schon als kleines Kind war er immer der Depp. Er war zu dick fürs Töpfchen, aß seinem Bruder Wladek immer alles vom Teller und beim jährlichen Karneval, der einzigen Attraktion in Ostrowiec Swietokrzynski Pomorski, brach er sich mindestens immer ein Körperteil.
Seine Wandlung zum heroischen Frauenheld vollzog sich langsam aber unaufhaltsam. Schon mit 14 Jahren lernte er seine momentane Frau Rosetta kennen und nicht lieben. Das erste Mal ließ lange auf sich warten, denn unser Marek hatte nebenbei noch 4 andere Frauen.
Er absolvierte die Grundschule mit Bravour und zeigte seinem Vater Edek mit voller Stolz die jährlichen Zeugnisse. Leider stapeln sich im Zeugnishefter nur vier davon. Als er das Grundschulabgangszeugnis in der Hand hatte, ging es hinaus in die weite Welt : Swiebodzin.14,000 Einwohner und jede Menge zu erleben ! Durch seine unverwechselbare und selbstsichere Art wurde er Chef der lokalen Gang: "Swiebodzin Gang".
Diese Gang bestand aus Marek und seinem Bruder Wladek. Nach Differenzen um Beute und Frauen verließ Marek die Gang und arbeitete fortan für den größten polnischen Automobilimporteur in der Stadt namens Piotrek's Autos. Das Geschäft lief leider nicht so gut und unser Herr Marek Fis war hier auch schnell mit den Aufgaben unterfordert.
Zusammen mit seiner Frau Rosetta borgte er sich einen alten Fiat 126p und raste über Nacht nach Deutschland. Mutter Ludmira weinte bitterlich und verabschiedete ihren Sohn mit den Worten: " Warum habe ich einen Nichtsnutz als Sohn?“
Eine neue Welt 1988 - 2003
Als Marek und Rosetta in Deutschland ankamen war der erste Ort an dem sie sich niederliessen: Müllrose, Brandenburg.Sie hätten auch nach Eisenhüttenstadt oder Schmölln gehen können, doch da wären die kulturellen Unterschiede zu groß gewesen.
Marek ist ja Großstädte gewöhnt und die erste Zeit in Müllrose lief sehr gut. Er lernte schnell die ostdeutsche Sprache und kannte nach 2 Jahren bereits alle Witze über Polen, die je von Deutschen geschrieben wurden.
Rosetta verdiente sich das Geld als Spargelstecherin und die Familie kam zu schnellem Wohlstand, aber leider musste die Familie nach der Wende von vorne anfangen.
Der nächste Schritt sollte Berlin sein. Also siedelte Familie Fis nach Berlin über, wo sie Unterschlupf bei einer polnisch-ukrainisch- moldawisch-russisch-georgisch- rumänischen Autoschieberbande fanden. Da Berlin kalt und dunkel war, konnten sie in den ersten Monaten außer ficken und essen nix machen.
Bei einem nächtlichen Routinebums ist auch die Tochter Agnieszka-Josephine entstanden. Marek verlor schnell seine Adonisfigur und Rosetta ging auseinander wie ein Hefekuchen.
Da unser Ostpole aber ein Herz hatte, versuchte er seine Hormone zu unterdrücken und betrog Rosetta nur 2 Mal die Woche mit der Nachbarin.
Die Jahre strichen ins Land und wie aus heiterem Himmel, erhielt Marek ein unmoralisches Angebot...
Der Superstar 2003 - Gegenwart
Anfang des Jahres 2003 erhielt Marek einen Telefonanruf. Es handelte sich dabei um Jean Cheval, einen ehemaligen Aussteiger aus der homosexuellen Pornoszene. Jean Cheval, der bürgerlich Hans Krass heißt, erkannte in Marek das riesige komödiantische Potential und nahm ihn unter Vertrag.
Der erste Auftritt war ein mittelmäßiger Erfolg. Marek spielte sein Programm: "Du auch!" im Seniorenheim in Berlin-Karow vor. Die Gage betrug 10 Euro und die 2 Zuschauer waren recht angetan von dem neuen polnischen Comedysternchen.
Nun musste er wieder einen Schritt nach vorne machen. Cheval vermittelte Marek an Clubs in ganz Deutschland, doch abkassiert hat nur Jean. Der arme Marek tingelte von Ukrow nach Belzig und zurück und sah keinen Cent.
Er beendete die Zusammenarbeit und den Rest der Arbeit mit Cheval erledigte Wladek Fis, der mittlerweile den Beruf als Holzfäller fast perfekt beherrschte. Nach diesen herben Enttäuschungen beschloss Marek es auf eigene Faust zu versuchen und in den letzten Monaten erlebte seine Karriere einen kometenartigen Aufstieg.
Schon bald werden Sie ihn auf den Brettern die die Welt bedeuten erleben können. Ganze 188 cm voller Manneskraft, Charme, Brustbehaarung und dem unwiderstehlichen ostpolnischen Charisma. Marek Fis, der Mann mit dem einen Gesicht stellt sein Programm "Natürlich Fis" vor.
Bald leider auch in ihrer Stadt.